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Mädchen besuchen Fahrradwerkstatt

Girls’Day 2016: Acht Schülerinnen ergänzten das Team der Fahrradwerkstatt


FahrradCheck mit den Radexperten - rund 6.800 Räder haben die Kollegen aus der TECTRION Fahrradwerkstatt zu warten. Räder ausbauen, Kette abnehmen, Pedale demontieren, Lenker einstellen, Bremsen prüfen - es ist gar nicht so einfach, ein Fahrrad Stück für Stück auseinander und am Ende wieder zusammenzubauen. Doch genau dafür gibt es die Radexperten aus der TECTRION Fahrradwerkstatt.Zum diesjährigen Girls'Day am 28. April 2016 waren acht Mädchen der Klassenstufe 8 und 9 aus Leverkusener Schulen eingeladen.

Zu allererst gab es einen Rundgang durch das Reich der Räder. Jedes Ersatzteil hat seinen festen Platz in der Fahrradwerkstatt. Hier herrscht Ordnung – nicht nur in den Schränken – auch die Räder stehen sorgsam aneinander gereiht soweit das Auge reicht. 

Die Schülerinnen schauen etwas argwöhnisch als Ralph Jordans, Leiter der Fahrradwerkstatt, einen der Käfige aufschließt und alle hinein bittet. „Nein, alle kommen hier wieder raus, das hier ist der Bereich für fertig reparierte Kundenräder und unsere Leihräder stehen hier“, beginnt Jordans zu erzählen „und genau darin unterscheiden wir uns maßgeblich vom Fahrradladen um die Ecke. Mit unserem Service bleiben Radler mobil, auch dann, wenn das Fahrrad repariert wird. Dafür haben wir Leihräder, die wir unseren Kunden so lange, bis das eigene Rad wieder fahrbereit ist, zur Verfügung stellen.“

Für insgesamt 6.800 Räder sind die Radwerkstätten an den Chemparkstandorten Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen verantwortlich. Im Notfall ist schnelle Hilfe gefragt, denn das Rad ist Fortbewegungsmittel Nr. 1 an den Standorten. „Nach der Reparatur oder Inspektion kann der Besitzer sein Rad wieder bei uns abholen oder wir kommen mit unserem Hol- und Bringdienst zum Kunden“, so Jordans.

Und die Kunden selbst staunten an diesem späten Vormittag nicht schlecht, als sie ihr Rad abholten. Mit einem Girls'Day in der Fahrradwerkstatt hatten sie nicht gerechnet. Aber auch für die Schülerinnen war alles neu und ungewohnt. Bislang stand nämlich ausnahmslos das Radfahren im Vordergrund. „Platte Reifen, defekte Klingel oder Lichtanlage waren eindeutig Probleme für Papa“, so eine der Schülerinnen schmunzelnd.

„Um genau das zu ändern, setzen wir uns heute ein“, so Martin Fritzsche, Mitarbeiter aus der Fahrradwerkstatt. Er erklärt den Mädchen zuerst die Werkzeuge und danach Schritt für Schritt, worauf es beim Radausbau und Schlauchwechsel ankommt. Hajar, Edda und Julia mussten sich dafür richtig ins Zeug legen und hatten trotz dessen sichtlich Spaß. Selbst vor dem Kettenausbau schreckten die Fünfzehnjährigen nicht zurück. Da staunte auch Vorarbeiter Fritzsche nicht schlecht. Wenn man das Zerlegen und Zusammenbau eines Rades zehnmal gemacht habe, so Fritzsche, sei das alles gar kein Problem mehr.

So oft schafften es die Schülerinnen zwar nicht, aber zwei Räder waren zwischenzeitlich zumindest teilweise zerlegt, und am Ende waren beide wieder fahrbereit. Unter den wachsamen Augen von Ralph Jordans und Martin Fritzsche montierten die Schülerinnen alles genau so, wie es sein sollte. „Da haben wir einiges dazu gelernt,“ so der Tenor der Gäste.

Was die Berufswahl jedoch anbelangt, wollte sich noch keine von ihnen festlegen, jetzt steht erst mal wieder Schule auf dem Programm. Jordans Tipp an alle Mädchen: „Nicht entmutigen lassen und einfach einen Schritt weiter gehen, denn heutzutage stehen Frauen die gleichen Berufe offen wie Männern. Ob Kapitänin, Pilotin oder eben auch Zweiradmechanikerin.“ Er kenne eine, die sei echt gut und Räder ihre Leidenschaft.

Impressionen vom 28. April 2016

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